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 Markus Jeroch
 


OB 8: BAUSTELLE WORT

Sie finden Theater meist zu schwer, zu anstrengend und hätten lieber leichtere Unterhaltung? Sie hingegen finden, Varieté sei eigentlich unter Ihrer intellektuellen Würde, obwohl... Sie lieben Lesungen, fürchten aber, immer der/die Einzige im Saal zu sein?
Sie sind sowieso nur an Ballspielen interessiert. Und Sie lieben gar Lyrik!

Freuen Sie sich auf den Mann, der alle diese auseinanderstrebenden Vorlieben miteinander vereint: Marcus Jeroch, der Vielfachpreisträger der deutschen Kleinkunst, der fernseherfahrene und nahezu in ganz Deutschland bekannte Mitbegründer des Rockzirkus Gosh sagt nach "WORTHE ATER", "WOWO" und "WOKLO" :

OB 8!
und heißt Sie Willkommen auf der
BAUSTELLE WORT
seinem 4. Programm.

Erneut wird er nicht nur seinen Körper, sondern auch den Wortsinn akrobatisch verbiegen, nicht nur mit Bällen, Hüten und Kisten, sondern - mit Unterstützung der beiden Autoren Ernst Jandl und vor allem Friedhelm Kändler - auch aufs Vergnüglichste mit Wort und Sinn jonglieren.

"Jeroch schäumt vor grotesken Erklärungen
förmlich über, ein Getriebener, der die Sprache
bis in die feinsten Verästelungen ausleuchtet
und mit hinterlistiger Komik sein Publikum amüsiert."

Süddeutsche Zeitung

So wird unter anderem der Frage nachgegangen, ob ob oder ob wieso interessanter ist und ob nicht sowieso wieso gefragt werden sollte und nicht ob - ob also nicht wieso ob gegenüber von größerer Hintergründigkeit ist, so dass man grundsätzlich fragen sollte: Wieso eigentlich ob? Und wieso nicht wieso?

Seien Sie dabei, wenn das große Buch der Proligion geöffnet wird, und hören Sie die Predikt von der Uns-ich-er-heit des Seins.

Freuen Sie sich auf jonglierten Mord in Österreich und die beliebte Erweckung Dornröschens per Frosch.

Erleben Sie wie man hinterrücks seitenverkehrt zwei Yoyos gleichzeitig bedient, Tischtennisbälle spuckt ohne sie zu schlucken und mit Bällen so sicher jongliert wie mit Worten - Jandl lässt grüßen, Kändler steht Pate und Dada gibt seinen Segen.

Ein Wortspektakel, zu dem es nicht anzuraten ist, den Geist an der Garderobe abzugeben!

Erleben Sie die Renaissance des Sagens und freuen Sie sich auf ein semantisches Querfeldeinrennen, einen Comedy-Slalom zwischen Lyrik, Artistik, Ton und Dada-Theater, trainieren Sie jetzt schon Ihre Bauchmuskulatur und geben Sie:

OB 8
auf der
BAUSTELLE WORT

VORWORT

Eines aber ist sicher: Wäre Sprache eine Religion, so wäre Marcus Jeroch ein Luther.

Seine wahnwitzigen Jonglagen mit Worten und Bällen sind eine lustvolle Reform, mit Spaß und Elan an die Kirchtüren der Gewohnheit genagelt: Marcus Jeroch deutscht anders!

Warum rechtgeschrieben, wenn's falsch geschrieben so vieldeutlicher ist?

Es wummt ein wenig im Gehirn, doch die Droge Sprache kommt durch. Shit - ist der Kuchen gut! Das Rezept ist so einfach wie genial: Man nehme etwas Jandl und Charms, rühre sie in einen Hefeteich aus Kändler-Worten und backe das Ganze in zweimal 45 Minuten Sprachgerase auf, bei vollem Körpereinsatz!

Das ist reinstes Wowo, nicht eindeutig, aber mehr - Dada im Jetzt, so wunderbar hilfreich im Umgang mit Werbesprache, Ehepartnern, Politikern und anderen Schwierigkeiten. Denn was die reden, jongliert Jeroch schon lange!

Gönnen Sie sich den Ausstieg! Erleben Sie einen Rausch Wortespiel, literarisch wie Varieté, bunt wie eine Ladung bibliophiles Konfetti und würdevoll wie Konjunktiv.

"Marcus Jeroch - der angenehme Wahn des Besonderen!"


 
ZWISCHENWORT
 

Marcus Jeroch
Ein wenig schaut er aus wie ein dürrer Einstein, dem die Gedanken aus den Haaren stauben. Der Körper verschraubt in Schachtelsätzen, die Gliedmaßen in Rage, so tobt er mit Worten, grotesk und wild, als habe ihn die Muse einmal zu viel geküsst.

Er wirbelt über die Bühne, wirft mit Worten und Bällen um sich, tauscht ihre Sinne, verstellt das Sagen. Warum rechtgeschrieben, wenn's falsch geschrieben so vieldeutlicher ist?

Marcus Jeroch deutscht anders.

Er taucht ein in Sprache, bis zu Wahn und Tiefenrausch, dann plötzlich hockt er am Gestade der Worte, spielt mit ihrer Oberfläche, und doch - es plätschert Sinn.
Er bietet ein Vergnügen der Querdenkerei, voll Nonsens und feinstens versteckter Philosophie. Da gibt es eine Menge zu hören, zu schauen und zu entdecken. Wobei nicht sicher ist, ob alle das gleiche verstehen?

Egal! Es lebe der Unterschied. Und den gibt es reichlich bei Marcus Jeroch, durch die Wandlung seiner Bühnenfiguren, durch die Vielfalt seiner Texte, und den Reichtum seiner mal artistischen, mal ganz auf das Wort bedachten Darbietungen.

Und woher kommt´s?

Ein Gutteil Grund geben die Autoren, mit denen Jeroch arbeitet. Den Fundus seiner Worte findet er bei Jandl und Charms, und reichlich beim Wowoeten Friedhelm Kändler. Durch Marcus Jeroch wird das, was sie treiben, konkret. Da werden die Wortverrenkungen zur Person, werden zu Leben gesungen, jongliert und bewegt.

Auch ist die Wortjonglage nicht nur eine Intellektuelle. Mehr als feingeistig wirbelt nicht nur die Zunge mit Worten, wenn Marcus Jeroch seinen Jandl mit jonglierten Kisten rezitiert.

Und non-verbal ist es gleichsam schön, Sprache feiert Urlaub, wenn Jeroch bei fetzigem Balla-Balla zum Ping-Pong-Gefecht antritt, sich mehrende Bälle zu Mozartklängen wirft.

Ob Buchstabenjonglage, Travestie des Worts, Artistik des Klangs - Jeroch bringt Sprache auf die Bühne, gibt ihr Kleid und Ton.

Eine hörbare Lust - Anspruch und Spaß, Sinn und Unsinn, Witz und Wahn.



 
Lebenswort
 

Marcus Jeroch
Kurz nach seiner Geburt in Hamburg 1964 von seinen Eltern entrissen in eine Jugend in Afrika, kehrte Marcus Jeroch vor seiner Schulpflicht zurück nach Deutschland. Dort entschied sich der jugendliche Jeroch für ein Studium der Jura, wandte der Rabulistik aber nach drei Semestern den Rücken zu und arbeitete als Körperkünstler.

Er lernte Clown, Jongleur und Akrobat an der "Etage" Berlin, zahlte sein Lehrgeld in der Straßenkunst und engagierte sich als Mitbegründer im "Scheinbar-Varieté" Berlin sowie im "Rock-Zirkus Gosh". Letzterer prägte die Arbeit und Lust Jerochs entscheidend, im kontinuierlichen Auftritt und mit einem ebenso professionellen wie wilden Team aß Jeroch das Brot des Künstlers: Applaus, Licht und trotzdem Gage.

1990 erhielt er beim "13. Festival Mondial Du Cirque De Demain" seine erste große Auszeichnung im Metier Jonglage. Jeroch komplettierte seine Tätigkeit als Jongleur durch erste sprachartistische Arbeiten und erhielt 1991 in der Fernsehsendung "Hut ab" sowohl den Jury- als auch den Publikumspreis für seine Interpretation der Rede mit den wegfallenden Buchstaben.

Seine erste Solo-Show "WORTHE ATER" führte Jeroch 1992 im "Chamäleon-Varieté" in Berlin auf. Zuvor hatte er das Publikum mit seinen Conferencen überrascht, gewagte Ansagen voller Sprache, von Kändler auf den wahnwitzigen Leib geschrieben. Nun führte er im Raum Varieté abendfüllend durch die Kaskaden und Irrgänge seiner Wortewelt.

In den Folgejahren wechselte Jeroch zwischen den Bühnen von Kleinkunst und Varieté.
Als Grenzgänger zwischen Körper- und Sprachkunst arbeitete er in den Bereichen Moderation und Jonglage, wirkte in Funk und Fernsehen, zu Gast bei THOMAS GOTTSCHALK, INGOLF LÜCK, FRANK ELSNER, WIM THOELKE, THOMAS KOSCHWITZ, INGO DUBINSKY, JÖRG KACHELMANN, JÖRG WONTORRA, WOLFGANG LIPPERT, JÜRGEN BECKER.
Marcus Jeroch tourneete durch den liebevoll irritierten deutschsprachigen Raum. Der unter anderem 1994 mit dem Wilhelmshavener Kleinkunstpreis "Knurrhahn" antwortete.


1996 entwarf Jeroch sein zweites Programm "WOWO", erneut mit einer Menge Kändler-Texten - ein Bühnenspaß voll Jonglage und Wortwitz, angereichert mit melodramatischem Nonsens-Gesang, einer zauberhaft plaudernden Anna Chi und furiosem Balla Balla. In Folge erhielt er 1998 in Schwerte den "Publikumspreis der Kleinkunst" und wurde im Rahmen des "8. Internationalen Köln Comedy Festivals" mit dem "Deutschen Comedy Preis 1998" ausgezeichnet.

Sein drittes Soloprogramm "WOKLO - TOILETTISTISCHE KUNST 2000", 1999 in Berlin uraufgeführt, wurde vom Wowoeten Friedhelm Kändler persönlich inszeniert - ein Glücksgriff: Konzipiert als artistisch- "toilettistische" Lyrik-Revue mit Gesang folgt "WOKLO" deutlicher denn je dramaturgischen Spielregeln und zeigt die ganze Bandbreite Jerochscher Talente.

2003 heißt Jeroch sein Publikum Willkommen auf der "BAUSTELLE WORT" seinem vierten Soloprogramm.

 
Pressestimmen
 


"Pfui, Deibel, macht das Spaß!"
Tagesspiegel

"Jerochs Humor ist trockener als der härteste Edelzwicker." Frankfurter Rundschau

"...die Klasse allein der ersten 15 Minuten zeigte: Hier spielt einer sein Publikum süchtig." Frankfurter Neue Presse

"Deutlich, souverän und mit verblüffender Leichtigkeit redet Jeroch einen systematischen Kauderwelsch daher, der in dieser Form nur aus dem Munde eines Sprachgenies kommen kann. Am Ende drei Zugaben und begeisterter Applaus für einen großartigen Marcus Jeroch!" Wilhelmshavener Zeitung

"Ob Buchstabendreher, Silbentausch oder Texte von Ernst Jandl: In verblüffendem Tempo wechselt er Themen und Tonlage, unterlegt Worte mit Körperbewegungen. Sprachrhythmus und Artistik verschmelzen zum Gesamtkunstwerk."
Frankfurter Rundschau

"Statt plattem Witz brillieren Ideenreichtum und literarische Finesse."
Berliner Zeitung

"Bei Jeroch erlebt der Zuschauer eine grandiose dadaistische Synästesie: Sprache wird zum Theater, Sinnesreiz von Wort und Bild verschmelzen miteinander."
Schwäbische Zeitung

"...ein Programm, dass vor Kreativität nur so sprudelt." Pforzheimer Kurier

"Was ihnen Jeroch an sprachlichen Kabinettstückchen zumutet, an Verbalverballhornungen und Wortjonglagen entlockt, ließ ihn darum zum begründeten Anwärter in den dadaistischen Olymp werden. Ein würdiger Enkel-Dada."
Neu-Ulmer Zeitung

"Hier lacht der Bauch und das Gehirn." Sindelfinger Zeitung

"Jeroch schäumt vor grotesken Erklärungen förmlich über, ein Getriebener, der die Sprache bis in die feinsten Verästelungen ausleuchtet und mit hinterlistiger Komik sein Publikum amüsiert." Süddeutsche Zeitung

"Ernstes wird zum plattesten aller Kalauer, Schwachsinn plötzlich zur tiefsinnigen Grübelei." Frankfurter Neue Presse

"Das Feuerwerk aus mimisierten Lauten ganz ohne störende Mimosen glänzt simpel wie sensibel im Witz, taktvoll wie taktlos gleichermaßen im Umgang mit den Versausmaßen, einem Wortartisten gleich oder einem Sätzejongleur, einem Karikaturisten ähnlich oder einem Raubtierdompteur, stets doppeldeutig, hintersinnig oder schlicht ergreifend vordergründig." Hannoversche Allgemeine

"...und auch bei seinem jetzigen Gastspiel das gleiche Bild: Donnernder Applaus bis die Handflächen glühen." Pforzheimer Zeitung

- "...wahrlich eine einzigartige Mischung aus Literatur und Varieté in einer Form, wie man sie, außer bei Marcus Jeroch, in der deutschen Kleinkunstszene kaum ein zweites Mal findet." Weinheimer Nachrichten

"Zu der virtuosen Klaviersonate von Mozart wirbelt er mit drei, fünf und sieben Tennisbällen über die Bühne, fällt dabei in sich zusammen, verschränkt die Beine, überkreuzt die Arme, verknotet die Hände hinter dem Rücken und lässt trotz diverser Verrenkungen immer noch die Bälle durch die Luft tanzen wie kleine Zaubermäuse."
Die Rheinpfalz

"Tiefsinn im Unsinn durch Scharfsinn." Südkurier

"Der Profi des "Literarieté" schwimmt in der deutschen Sprache wie ein Fisch im Wasser; sie ist sein Medium, seine Heimat und seine Kunst. In seiner zweistündigen Bühnenshow bringt er Silbe für Silbe Ordnung in das Chaos, durch das Chaos. Er verändert die Syntax von Sätzen wie andere ihre Wäsche wechseln, dreht, wendet, schwimmt tiefer und tiefer auf den Grundstamm eines Wortes bis hin zum Tiefsinn".
Rhein-Neckar-Zeitung

"Er verwächst mit den Texten, demonstriert so etwas wie kinetische Literatur. Ein riskantes Konzept. Doch nur wer wagt, hat auch die Chance, zu gewinnen, und Jeroch verlässt als großer Sieger, schweißtriefend, geschafft, umjubelt, die Bühne."
Tagesspiegel


www.marcusjeroch.de

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